“Großer Grenzverkehr”

grossergrenzverkehr.jpgWir nehmen Abschied!
Vor vier Wochen kamen wir in den Harz und schneller als gedacht geht die Zeit in Ilsenburg und Umgebung ihrem Ende entgegen. Wir, das sind die Teilnehmenden des Projekts “Großer Grenzverkehr” Fiona McDougall aus Schottland, Ellie Browne aus England, Karen Eng und Brian Feltman aus den USA.

Wir haben unsere Flügel in Richtung Harz ausgestreckt und sind dabei in Ilsenburg gelandet. Wir wussten, dass wir zusammen mit Ilsenburger Jugendlichen die ersten vier Wochen der Sommerferien gestalten sollen. Mit der Frage im Kopf: wie finden wir nur diese Jugendlichen?, führte uns der Weg in Richtung Schule. Dort stellten wir uns vor und luden Jugendliche ein, mit uns die verschiedensten Dinge zu erleben. Auch half uns der Wegweiser in Richtung Jugendtreff weiter. Dort fanden wir weitere junge Menschen, mit denen wir erste Kontakte machten. In den ersten Tagen halfen wir am “Cafe am Heizhaus” das entstandene Freiluft-Schachfeld fertig zu stellen. An mehreren Tagen nahmen wir mit einheimischen Jugendlichen Pinsel und Farbe in die Hand, um letzte Arbeiten an dieser neuen Freizeitmöglichkeit zu verrichten und es circa eine Woche später gebührend mit einer Feier zu eröffnen. Um neben der Arbeit am Schachfeld eine Beziehung zu den Ilsenburger Jugendlichen zu bekommen, halfen uns viele interkulturelle Veranstaltungen, darunter eine Britische Tee Party, die von Ellie mit echtem englischem Tee verfeinert wurde. Brian hatte aus seiner Heimat einen amerikanischen Football und einen Baseballschläger mitgebracht, was vor allem die Jungen faszinierte. Ein weiterer Erfolg war für uns die Amerikanische Grill Party mit Hot Dogs und Hamburgern. Mit den Jugendlichen kreierten wir ein Würfelspielfeld, das bei der Feier dazu diente, das Wissen der jungen Ilsenburger über die amerikanische Geschichte und Kultur zu erfragen. In dieser ersten Zeit begegneten uns auch bei alltäglicheren Dingen wie einem Schwimmbadbesuch viele neugierige Fragen zu unserer Kultur, unserem Alltag aber auch zu aktuellen politischen Themen. Weitere Veranstaltungen aus dem schottischen Kulturkreis wurden von Fiona vorbereitet und Karen wird noch für uns alle chinesisch kochen, nach Rezepten ihrer Familie.

Mit der zweiten Hälfte unserer Zeit in Ilsenburg, bekam das Projekt einen weiteren Schwerpunkt. Da als Projektorte Gemeinden an der ehemaligen innerdeutschen Grenze ausgewählt wurden, bezogen wir auch die Partnerstadt Bad Harzburg mit in unsere Aktivitäten ein. In Bad Harzburg haben wir am örtlichen Jugendtreff zusammen mit Ilsenburger Jugendlichen und jungen Leuten aus Bad Harzburg eine Sitzgruppe aus Holz gebaut, was uns “vereint” gut gelungen ist. Als Bindeglied haben wir in den letzten zwei Wochen die jungen Menschen aus dem “Osten” und dem “Westen” einander näher gebracht, durch gemeinsame Unternehmungen und gegenseitige Besuche. Zu den Gesprächen über unsere englischen, schottischen und amerikanischen Vorurteile, kamen auch die über Ost und West ins Gespräch.

In weniger als einer Woche werden wir nun diese Region verlassen. Dies geschieht mit einem lachenden Auge, da wir nach vier Wochen unsere Familien wiedersehen werden und mit einem weinenden Auge, die Menschen hier und eine schöne Zeit zurücklassen zu müssen.

Wir möchten uns herzlich Bedanken bei: der “Goethe- Schule” Ilsenburg; dem “Kinderland Eichholz” Ilsenburg für die schönen zwei Stunden in denen wir mit den Kindern gespielt, gesungen und gelacht haben; dem Altenheim “Abendsegen” für das gute Mittagessen und Dank auch an die Jugendeinrichtungen “Jugendtreff” der Stadt, besonders an Uwe Schwiefert und Sebastian Umbach sowie dem Team vom “Cafe am Heizhaus” des Vereins Kultur, Bildung und Freizeit e.V.. Vielen Dank auch unserem Vermieter Uwe Kleindienst, für die schöne Ferienwohnung. Einen Großen Dank an die Institutionen die das Projekt ermöglicht haben: Miteinander e.V. – Verein für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt, besonderen Dank der Projektleiterin Katharina Grote- Schwinges, dem stellvertretendem Geschäftsführer Roman Ronneberg und der Koordinatorin für Ilsenburg Lydia Probst. Wir sagen Dankeschön den Geldgebern: Lotto-Totto Sachsen-Anhalt, Landeszentrale für politische Bildung Sachsen- Anhalt und dem Geld aus dem Sondervermögen für deutsch-transatlantische Begegnungen. Dem größten Dank jedoch all den Jugendlichen, die uns während der vier Wochen begleitet haben. Wir sagen Tschüß!!! Lydia

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MySpace
  • LinkedIn
  • Facebook
  • TwitThis
  • Google Bookmarks
  • del.icio.us
veröffentlicht am: 10. November 2003
 
TOP