Jugend- und Bildungsreise nach Namibia

Der Jugendverein „Kultur, Bildung und Freizeit e. V.“ aus Ilsenburg (Harzkreis) ist Initiator einer Bildungs- und Begegnungsreise nach Namibia. In der Zeit vom 2. bis 18. Oktober 2008 wird das Vorhaben nach mehrjähriger Vorbereitung und umfassenden Recherchen durchgeführt.

Verantwortlich für das Projekt ist Sebastian Umbach, Jugendsozialarbeiter der Stadt Ilsenburg:
„Ein langer Weg wurde zurückgelegt. Seit meiner ersten privaten Reise nach Namibia im Jahr 2002 folgten bereits fünf weitere. Neben der unglaublich beeindruckenden Natur bin ich sehr an der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung Namibias interessiert. Angetrieben von der Idee, einen Brückenschlag zwischen Deutschland und Namibia zu schlagen, arbeite ich schon Jahre an dem Vorhaben, die besondere Beziehung der beiden Länder Jugendlichen aus meinem Arbeitsumfeld nahe zu bringen, um ihre Einstellungen und ihre Weltsicht anzuregen. In der intensiven Beschäftigung mit der Geschichte und der aktuellen Entwicklung Namibias wurde ich Mitglied der DNG, habe zahlreiche Zeitzeugen getroffen und das Projekt immer weiterentwickelt“, so Umbach.

Bei der Vorbereitung der Reise erweist sich die Zusammenarbeit mit dem „Freundeskreis Ex-DDR“ in Windhoek, vertreten durch Patrick Hashingola und Nixon Marcus, als besonders hilfreich. Auch Personen die durch ihre Biografie und ihren beruflichen Werdegang sehr eng mit Namibia verbunden sind, haben die Initiatoren beraten und das Gespräch gesucht, so insbesondere Monika Staedt, ehemalige Lehrerin und Mitglied der DNG, Herbert Zinke, „Solidarity Worker“ im namibischen Flüchtlingslager „Kwanza Sul“ (1981 bis 1983) und Dr. Hans Georg Schleicher, Botschafter a. D. der DDR in Simbabwe und Namibia, Vorstandsmitglied der DNG. Maßgebliche Kontakte hat Jürgen Becker, Vorsitzender des Bezirks Berlin-Bran-denburg der DNG, vermittelt.

Thematische Schwerpunkte der Reise werden das Kennenlernen anderer Lebenswelten und damit der interkulturelle Austausch, die Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus, die Reflektion der eigenen westlichen Identität sowie das Hinterfragen globaler Entwicklungen und Prozesse sein. Das Projekt beschränkt sich dabei nicht nur auf die Reise nach Namibia im Oktober, sonder umfasst auch intensive Vorbereitungstreffen mit den jungen Erwachsenen in Ilsenburg. Während der Treffen erarbeiten sich die jungen Leute Hintergrundwissen zu den Schwerpunktthemen. So sollen Nachhaltigkeit und langfristiges Arbeiten prägend für das Vorhaben sein.

Das Projekt wird vom Landesjugendamt Sachsen-Anhalt und der Stadt Ilsenburg, durch die Eigenbeiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, durch Spenden von „Paten und Patinnen“ sowie durch den organisierenden Verein finanziert.

Andreas Stepphuhn, Mitglied des Deutschen Bundestages, unterstützt das Projekt ebenfalls finanziell und hat die Schirmherrschaft hierfür übernommen.

Gleichwohl ist Sebastian Umbach bis zum Beginn der Reise offen für das Engagement von Privatpersonen, Firmen und Organisationen, die das Projekt unterstützen möchten, ob durch Geld- oder Sachspenden, Unterkunftsmöglichkeiten vor Ort, ideelle Unterstützungen, Kontakte und Anregungen für die Gestaltung des Programms.

von Jürgen Becker
Mitglied im Hauptvorstand und
Vorsitzender der Region Berlin-Brandenburg
der Deutsch–Namibischen Gesellschaft e.V.

Kontakt

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veröffentlicht am: 15. Juli 2008
 
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